Wednesday, 16 October 2013

1st Ascent: 'Wüstenblume' - Heiligkreuzkofel, Dolomites

First Ascent on Heiligkreuzkofel – Dolomites
Route: Wüstenblume (400m, 9 pitches, VIII+)

During this summer Ulli & his climbing partner Josef Hilpold made a successful 1st ascent of a project they have been working on the west face of Heiligkreukofel in the Dolomites.


The Westface of Heiligkreuzkofel has a breathtaking 600m face – known from the first ascent of the ‘Mittelpfeiler’ (middle spur) by Reinhold & Günther Messner in 1968.

Ulli & Josef worked on their route ‘Wüstenblume’ for several days this summer – and made their 1st Ascent on Sep 28th climbing the route in 8 hours.



Here's the report from Ulli... 


Abenteuer  – ALPINISMUS pur      
Erstbegehung am Heiligkreuzkofel – Dolomiten
‘Wüstenblume’ (400m, 9 SL, VIII+)

"Südtirol ist bekannt für seine außergewöhnlichen Kletterer und Alpinisten. Zwei von Ihnen sind Ulrich Viertler und Josef Hilpold. Für beide ist mit der Erstbegehung der ‘Wüstenblume’ am Heiligkreuzkofel ein lang ersehnter Traum in Erfüllung gegangen.


Die Liste seiner extremen Wiederholungen ist lang, doch für Ulrich Viertler zählen weniger Grade und Leistungen als der ästhetische und emotionale Wert seiner Touren.

Der Heiligkreuzkofel, 2908 Meter hoch, befindet sich in der Fanesgruppe in den Dolomiten.  Durch seine atemberaubende - zugleich majestätische Form und  der bis zu 600 Meter hohen Westwand, zählt er sicherlich zu einem der eindruckvollsten Berge in den Dolomiten.
Nicht zuletzt wurde die Wand 1968, durch den von Reinhold und Günther Messner eröffneten Mittelpfeiler bekannt, eine der damals schwierigsten Routen überhaupt.


An sechs Tagen im Sommer 2013 gelang es den beiden diese unglaubliche Linie zu eröffnen. Abgesichert wurde ausschließlich traditionell mit Schlaghaken und mobilen Sicherungen, wie es am Heiligkreuzkofel üblich ist. Die Route verläuft in der Hauptwand am rechten Pfeiler zwischen der Mutschlecher - Großrubatscher Gedächtnisführe und der Mayerl - Verschneidung.


Am 28. September war es nun schlussendlich so weit und es gelang ihnen in 8 Stunden die Route an einem Stück frei zu klettern. „Es war alles perfekt, es passte einfach alles. Ein großartiges Erlebnis mit vielen Emotionen geht zu Ende.“



Den beiden Südtiroler Alpinisten ist es ein großes Anliegen das Alpinklettern in seiner ursprünglichen Art und Weise zu erhalten und insbesondere die Tradition am Heiligkreuzkofel, wo noch ausschließlich mit Schlaghaken und mobilen Sicherungsmitteln ohne Zuhilfenahme von Bohrhaken geklettert wird, zu respektieren und diese Werte auch weiterzugeben. Mit dieser außergewöhnlichen Erstbegehung  ist Ihnen das sicherlich gelungen!!



Es ist ein Ort,
der Freiheit,     
der glücklich  macht.                                                                                     

Ulli"